Bauherr werden - dein Podcast rund ums Bauen - Vermeide hohe Kosten, Baufehler und Pfusch am Bau und lerne hier die Grundlagen

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für Bauherren, alle die ein Eigenheim bauen mit einem Architekten, egal ob sanieren, renovieren oder neu Bauen - der Neubau ist das gängigste, aber nicht nur...

355- BauNEWS: Das neue Gebäudemodernisierungsgesetz: Was Bauherren jetzt zur Biotreppe und Grüngasquote wissen müssen

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Das neue Gebäudemodernisierungsgesetz: Was ändert sich für Bauherren bei Gas- und Ölheizungen?

Das neue Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG): Alles, was du als Bauherr jetzt wissen musst

Bist du auf dem Weg zum eigenen Haus oder planst eine umfangreiche Sanierung? Dann bist du von den aktuellen Änderungen im Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG), dem Nachfolger des Gebäudeenergiegesetzes (GEG), direkt betroffen! In diesem Blogbeitrag erklären wir dir verständlich, was es mit der Biotreppe, der Grüngasquote und den neuen Spielregeln für Gas- und Ölheizungen auf sich hat. Erfahre, wie du als Bauherr oder Sanierer teure Fehler vermeidest und das Beste aus den gesetzlichen Neuerungen für dein Eigenheim herausholst.

Was ist das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG)?

Mit der Umbenennung vom Gebäudeenergiegesetz (GEG) zum Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) ändern sich zentrale Vorgaben für Bauherren. Ab dem 29.07.2026 fällt die bisherige Pflicht, dass 65 % der Energie aus erneuerbaren Quellen stammen müssen, weg. Das bringt mehr Freiheit, aber auch neue Regelungen und Risiken für den Einbau von Gas- und Ölheizungen ins Spiel.

Die wichtigsten Begriffe: Biotreppe und Grüngasquote

Was ist die Biotreppe?

Die Biotreppe ist das Herzstück der neuen Regelungen für Bauherren, die sich für eine neue Gas-, Öl- oder Flüssiggasheizung entscheiden. Die Biotreppe beschreibt jährlich steigende Anforderungen an den Anteil grüner Energie, den du liefern musst. Beispielsweise musst du ab 2029 zunächst 10 % deines Gasverbrauchs aus grünen Quellen decken. Dieser Anteil steigt über die Jahre – bis 2040 müssen 60 % grün sein, der Rest darf aus fossilen Quellen stammen. So verteuert sich der Heizungsbetrieb mit zunehmenden Jahren für Gas- und Ölheizungen spürbar.

Was bedeutet die Grüngasquote?

Die Grüngasquote ist eine verpflichtende Vorgabe für Energieversorger, einen bestimmten Anteil grüner Energien in das Gasnetz einzuspeisen. Die Kosten werden allerdings über die Gaspreise an dich als Endkunde weitergegeben. So merkst du die Veränderungen ganz direkt auf deiner Gasrechnung – wie beim Bioethanol (E10) an der Tankstelle.

Wer ist betroffen? Welche Heizungen sind ausgenommen?

Wichtig zu wissen: Die Biotreppe gilt nur bei Neueinbau von Gas-, Öl- oder Flüssiggasheizungen. Bestehende Heizungsanlagen dürfen weiter betrieben werden, sind also nicht direkt von den gestaffelten Biotreppe-Stufen betroffen. Ausgenommen sind auch Anlagen wie Wärmepumpen, Fernwärme oder Pelletheizungen. So bekommst du als Bauherr oder Sanierer echte Wahlfreiheit, trägst aber auch das Kostenrisiko der Entwicklung.

Wie erfüllst du die Biotreppe als Bauherr?

Es gibt drei Wege, wie du die Anforderungen der Biotreppe erfüllen kannst:

  • Grüne Brennstoffe kaufen: Du gehst einen Biogas- oder Biomethantarif bei deinem Versorger ein oder entscheidest dich für Bioölbeimischung. Der Gaslieferant sorgt bilanziell dafür, dass ein Teil deines Verbrauchs über erneuerbare Quellen gedeckt ist – ähnlich dem Prinzip von Ökostromtarifen.
  • Hybridheizung nutzen: Eine Kombination aus Gas/Öl und beispielsweise einer Wärmepumpe oder Solarthermie reduziert den fossilen Anteil und erfüllt damit schrittweise die Biotreppe. Verbraucht deine Wärmepumpe beispielsweise 60 % der Gesamtenergie, bist du bis 2040 bereits auf der sicheren Seite.
  • Wasserstoff als Zukunftsoption: Perspektivisch könnte auch Wasserstoff eine Rolle spielen, doch im Gebäudebereich ist dies heute noch kaum verbreitet.

Was kostet die Biotreppe?

Die Kosten der Biotreppe steigen jährlich, da der Anteil grüner Energie zunimmt und grüne Brennstoffe in der Regel teurer sind als fossile Alternativen. Ein Rechenbeispiel zeigt: Bei einem Verbrauch von 20.000 Kilowattstunden und 4 Cent Aufpreis pro grüner kWh bezahlst du 2029 rund 80 € Mehrkosten, 2035 bereits 240 € und 2040 etwa 480 € pro Jahr mehr. Hinzu kommen der stetig steigende CO2-Preis, Netzentgelte und mögliche Strafzahlungen bei Nichterfüllung.

Die Grüngasquote und ihre Auswirkungen auf dich

Auch ohne Neueinbau bist du als Bestandskunde über die Grüngasquote von steigenden Kosten betroffen. Der Versorger gibt gestiegene Kosten für grünes Gas anteilig an alle Kunden weiter – das spürst du direkt bei der nächsten Gasabrechnung.

Was bedeutet das für deine Heizungsentscheidung?

  • Beim Neubau oder der Sanierung eines Hauses solltest du unbedingt die Langfristigkeit deiner Heizungsentscheidung (über 20–30 Jahre) beachten!
  • Rechne nicht nur den Kaufpreis, sondern auch die laufenden Mehrkosten durch die Biotreppe, Grüngasquote, CO2-Preis und mögliche weitere Gesetzesänderungen mit ein.
  • Prüfe, ob das Gasnetz in deiner Region langfristig bestehen bleibt, denn immer mehr Gemeinden planen den Rückbau zugunsten von Wärmepumpen und Fernwärme.
  • Die attraktive Förderung bis 70 % für Wärmepumpen und Hybridheizungen solltest du als moderne, nachhaltige Alternative unbedingt prüfen.

Fazit: Freiheit oder Risiko für Bauherren?

Das neue Gebäudemodernisierungsgesetz gibt dir zwar die Freiheit bei der Heizungswahl, verschiebt das finanzielle Risiko aber künftig immer mehr auf dich als Bauherr. Die Preise für fossile Energieträger steigen und die Anforderungen an grüne Energie nehmen jährlich zu. Setze auf eine nachhaltige, zukunftsfähige Lösung – wie Wärmepumpe, Hybridlösung oder Photovoltaik – und plane vorausschauend!

Checkliste für Bauherren: So vermeidest du teure Fehler

  • Informiere dich über die aktuellen und geplanten gesetzlichen Regelungen (GModG/Biotreppe/Grüngasquote).
  • Berechne die langfristigen Kosten deiner neuen Heizungsanlage über mindestens 20 Jahre.
  • Prüfe die Verfügbarkeit und Zukunftssicherheit des Gasnetzes in deiner Gemeinde.
  • Sichere dir mögliche Förderungen für Wärmepumpen oder Hybridlösungen.
  • Plane frühzeitig für Austausch, Sanierung oder Neubau – um bei Ausfall der Heizungsanlage nicht unter Zeitdruck zu handeln!

Mit diesen Tipps bist du als Bauherr bestens gerüstet – für dein sicheres, nachhaltiges und zukunftsfähiges Eigenheim!

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