Bauherr werden - dein Podcast rund ums Bauen - Vermeide hohe Kosten, Baufehler und Pfusch am Bau und lerne hier die Grundlagen

Bauherr werden - dein Podcast rund ums Bauen - Vermeide hohe Kosten, Baufehler und Pfusch am Bau und lerne hier die Grundlagen

für Bauherren, alle die ein Eigenheim bauen mit einem Architekten, egal ob sanieren, renovieren oder neu Bauen - der Neubau ist das gängigste, aber nicht nur...

Transkript

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00:00:03: Hallo und herzlich willkommen zu Bauherrn-Milchverwaltung.de,

00:00:07: die Anlaufstelle für Bauherren und die dies werden wird. Mein Name ist Maxi

00:00:10: Winkler, ich bin Architekt und Bauherrn möchte dir dabei helfen, Bauherr zu

00:00:14: werden. In der heutigen Folge möchte ich darüber sprechen, dass zu wenig Häuser

00:00:18: energetisch saniert werden und was wir dagegen tun können, dass es in

00:00:21: Zukunft einfach besser sein wird. Okay, also lasst uns loslegen.

00:00:26: Unwissen über den energetischen Zustand des eigenen Hauses und die

00:00:30: Verunsicherung durch politische Debatten halten viele

00:00:33: häusliche Bauer von den Sanierungsmaßnahmen leider ab.

00:00:37: Das ist das klare Ergebnis einer aktuellen Umfrage

00:00:41: in der Initiative Klima Neutrales

00:00:45: Deutschland und Repräsentanz Transparente Gebäudehülle.

00:00:49: Diese beiden Institute haben sich mehr

00:00:52: als 2000 selbstnutzende Eigentümer von Ein-

00:00:56: und Zweifamilienhäusern befragt und Das

00:01:00: Ergebnis werde ich euch jetzt hier vorstellen. Bessere Förderprogramme,

00:01:04: klare Information und eine verlässliche politische Unterstützung

00:01:08: sind notwendig. Genau das habe ich auch schon

00:01:12: thematisiert in der Jahresrhythmikfolge, dass diese

00:01:16: politische Unsicherheit ganz, ganz

00:01:19: viel hemmt. Immobilieneigentümer

00:01:23: können zwar häufiger eine Aussage über den energetischen Zustand

00:01:26: ihres Hauses treffen, gleichwohl ist der Anteil derjenigen,

00:01:31: die ihr Haus in einer niedrigen Effizienzklasse E bis H

00:01:34: einordnen mit 13% deutlich zu

00:01:38: gering. Wir haben also hier eine Wahrnehmung,

00:01:42: die anders ist, als es tatsächlich ist. Tatsächlich liegt der

00:01:45: Anteil nämlich laut dem Wirtschaftsministerium bei 68%.

00:01:50: Passend zu dieser Fehleinschätzung ist es aber auch

00:01:54: so, dass 80% derjenigen, die im vergangenen Jahr nicht saniert

00:01:57: haben und es auch nicht vorhaben,

00:02:01: das an den guten Haus ihres Hauses

00:02:05: knüpfen, die nicht saniert werden.

00:02:10: Viele Eigentümer kennen den Energiestandard ihres Hauses

00:02:14: einfach nicht. Und da ist immer

00:02:17: das Thema der Selbsteinschätzung. Wir schätzen

00:02:21: andere besser ein als uns selbst.

00:02:25: Das ist Tatsache. Wenn du rausgehst und eine Umfrage machst, wie schätzt

00:02:29: du dich ein in deinen Sportskills und da vor allem

00:02:32: Mediainterviews, dann werden alle sagen, ja ich bin hier und

00:02:36: da und das ist gut und das ist super, ja. Aber wenn du dann jemand

00:02:40: Ausverstehendes bewerten musst, dann bist du realistischer. Ja, also

00:02:44: das haben echt viele, viele Umfragen schon ergeben. Denn im

00:02:47: Vergleich zu 2022 planen weniger Eigentümer

00:02:51: verbindlich eine Sanierungsmaßnahme. Nur noch 12%

00:02:55: der Befragten, die sich derzeit oder im vergangenen Jahr nicht saniert

00:02:59: haben, wollen konkret in den nächsten 12 Monaten

00:03:02: energetisch modernisieren. Hauptgründe

00:03:06: sind hierzu die finanzielle Unsicherheiten, höhere

00:03:10: Baukosten sowie die politischen Debatten das Gebührenergiegesetz.

00:03:15: Viele Befragten zeigen sich auch offen für Sanierungsmaßnahmen,

00:03:19: sofern Förderung, Information und Beratung deutlich

00:03:23: verbessert werden.

00:03:26: 55% der befragten Eigentümer empfinden die bestehenden

00:03:30: staatlichen Förderprogramme als unattraktiv,

00:03:34: Wobei man dazu sagen muss, dass die meiner

00:03:38: Meinung nach sehr attraktiv sind. Aber das ist

00:03:41: immer eine persönliche Wahrnehmung und mehr als 70 Prozent der

00:03:45: Nicht-Sanierer können sich eine Sanierung vorstellen, wenn die Fördermöglichkeiten

00:03:49: verbessert werden würden. Das ist

00:03:52: natürlich ein ganz klares

00:03:56: Novum, oder ja was heißt Novum? Es ist ein ganz

00:03:59: klares Signal, dass die Wahrnehmung der

00:04:03: Förderlandschaft deutlich unter dem ist, wie sie

00:04:06: eigentlich tatsächlich ist, meiner Meinung nach. Aber das ist ja

00:04:10: meiner Meinung nach. Das ist ja meine Meinung. Das bedeutet ja nicht, dass

00:04:14: alle das so sehen. Bedeutet andersrum, dass

00:04:17: meine Meinung vielleicht auch hier falsch ist. Und die

00:04:21: Wahrnehmung der Gesellschaft auf einem anderen Niveau ist,

00:04:24: was auch völlig in Ordnung ist. Und deswegen muss man hier immer gucken,

00:04:30: dass man diese Menschen mitnimmt und auch die Förderung vielleicht einfach attraktiver

00:04:34: gestaltet. Es ist ein hoher

00:04:38: Handlungsbedarf für die Politik vorhanden. Ein zentrales Ergebnis der

00:04:41: Studie ist, dass die Sanierungsrate nicht nur aufgrund der

00:04:45: gestiegenen Zinsen und Baukosten auf ein historisches Tief gefallen

00:04:48: sind, sondern auch weil Eigentümer mit der Förderung

00:04:52: unzufrieden und von der kontroversen politischen

00:04:56: Debatte das Gebäudeenergiegesetz verunsichert sind. Also

00:04:59: GEG, Gebäudeenergiegesetz. Da haben wir vieles mitbekommen,

00:05:03: Das war ja auch viel in der Presse und das hat auch nicht dafür

00:05:06: gesorgt, dass es gut angenommen wird, sondern eher das Gegenteil. Für

00:05:10: Haushalteigentümer ist es unerlässlich, ihre Gebäude klimafreundlich zu

00:05:13: sanieren, nicht nur mit den steigenden Heizkosten und die CO2-Bepreisung

00:05:18: zu bewältigen, sondern auch einen entscheidenden Beitrag zum Klimaschutz zu

00:05:21: leisten. Nach wie vor ist jedoch die Sanierungsrate

00:05:25: deutschlandweit viel zu gering, die Klimaschutzmiete

00:05:29: zu erreichen. Und hier fordern diese

00:05:32: beiden Initiativen,

00:05:38: also Interaktives klimaneutrales

00:05:45: Deutschland, Initiative klimaneutrales Deutschland und repräsentative Transparenz Gebäudehülle,

00:05:49: fördert folgendes, Förderung attraktiver gestalten. Staatliche Förderprogramme

00:05:53: müssen attraktiver gestaltet und zielgerechter und auf die

00:05:57: Bedürfnisse der Eigenheimbesitzer zugeschritten werden. Das gilt

00:06:00: insbesondere für Haushalte mit geringen bis

00:06:04: mittleren Einkommen und mit besonders sanierungsbedürftigen

00:06:08: Gebäuden. Bessere Beratung und

00:06:11: Unterstützung. Integrierte Beratungsstellen, sogenannte

00:06:15: One-Stop-Shops, sollen Haushaltentümer durch den gesamten Sanierungsprozess

00:06:19: begleiten und die Hürden bei der Umsetzung reduzieren. Planungssicherheit

00:06:23: schaffen. Die Unsicherheiten, die durch die Debatte im

00:06:26: Energiegebäudegesetz entstanden sind, müssen durch klare,

00:06:30: langfristige politische Rahmenbedingungen beseitigt werden.

00:06:34: Ja, dem kann ich nur zustimmen. Ich kann hier natürlich den Punkt

00:06:37: 1, klar Förderung attraktiver Gestalt finde ich immer gut.

00:06:41: Attraktive Förderung sorgt dafür, dass mehr saniert wird und Planungssicherheit,

00:06:45: das ist genau das, was ich auch in der Jahresrückblicksfolge gesprochen habe oder

00:06:49: gesagt habe, dass hier einfach eine gewisse Sicherheit

00:06:52: vorhanden sein muss auf dem Markt, damit es auch nachher funktioniert.

00:06:56: Und der Punkt, mit dem ich vielleicht nicht so

00:07:00: einverstanden bin oder nicht so mitgehen kann, ist halt die bessere Beratung,

00:07:04: Unterstützung. Diese One-Stop-Shops, also das,

00:07:08: Beratungsstellen, na ich weiß es nicht. Ich würde eher sagen, Fokus da

00:07:11: drauf legen, mehr Energieberater auszubilden, dass die Energieberater

00:07:17: auch attraktiver, dass es attraktiver wird Energieberater zu

00:07:20: werden, dann damit einfach viel mehr

00:07:24: Potenzial zu geben für die

00:07:27: Bauherren, dass die einfach viel mehr Auswahlmöglichkeiten haben, viel mehr

00:07:31: zuständige Energieberater, weil da ist es regional natürlich

00:07:35: immer unterschiedlich, aber oftmals einfach der Fall,

00:07:38: dass es hier an Energieberatern mangelt. Gut, ich hoffe

00:07:42: ich konnte dir mit dieser kurzen, aber prägnanten Podcast-Folge

00:07:46: einen kleinen Überblick verschaffen, wie es

00:07:50: gerade hier der Stand ist und wie sich das entwickelt.

00:07:54: Dieser Bericht deckt sich auch mit den eigenen Erfahrungen, die ich

00:07:58: auch mit der Podcast Folge geteilt habe, wo wir

00:08:01: hier

00:08:05: über den Jahresrückblick gesprochen haben, politische Debatten, Unsicherheiten,

00:08:09: das alles ist natürlich auf dem Markt vorhanden. Also in diesem Sinne bedanke

00:08:13: ich mich, dass du mir zugehört hast Und immer dran denken, Bauer zu werden,

00:08:17: schon rein bei Bauer mit es werden. Ciao, dein Maxim.

00:08:33: SWR 2021